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Monoverbrennungsanlage zur Verwertung von Klärschlamm in Straubing

Der Bürgerentscheid 2019 war ein wichtiger Meilenstein und ein Signal aus der Öffentlichkeit für das Projekt Klärschlammmonoverbrennung in Straubing. Die sludge2energy GmbH wurde im Juli 2020 als Generalunternehmer mit der Planung und Errichtung der Monoverbrennungsanlage zur Verwertung von Klärschlamm auf der Kläranlage Straubing beauftragt. Zukünftiger Betreiber und Eigentümer der thermischen Klärschlammverwertungsanlage ist die Biomasseverwertung Straubing GmbH (kurz BSR). Die BSR ist ein bayerischer Zusammenschluss der Projektpartner Straubinger Energie- und Reststoffverwertungs GmbH (SER GmbH), eine Tochter des Eigenbetriebes Straubinger Stadtentwässerung und Straßenreinigung, sowie der Bayernwerk Natur GmbH.

Die Klärschlammmonoverbrennungsanlage ist ausgelegt auf jährlich 120.000 Tonnen Klärschlamm bzw. max. 40.000 t Trockensubstanz. In der Anlage werden neben mechanisch entwässerten Klärschlamm auch extern vollgetrocknete kommunale Schlämme verwertet. Die in Straubing geplante Größenordnung der Anlage ermöglicht zudem die Erfüllung aller rechtlichen Voraussetzungen für eine spätere effiziente Phosphorrückgewinnung vor Ort.

Wesentliche technische Hauptbestandteile der Monoverbrennungsanlage sind - neben einer höchsteffizienten Rauchgasreinigungsanlage zur gesicherten Einhaltung der geforderten Emissionsgrenzwerte – ein RotaDry® Scheibentrockner der Fa. HUBER sowie der S2E-Fluidizer, ein stationärer Wirbelschichtofen mit einer Brennstoffwärmeleistung von ca. 14 MW. Die stationäre S2E-Wirbelschichtfeuerung entspricht dem neuesten Stand der Technik.

Die gesamte Anlage ist autark konzipiert. Mit dem gewählten Anlagenkonzept ist eine größtmögliche Energieerzeugung sichergestellt. Aus dem eingesetzten Brennstoff Klärschlamm, wird am Standort der Kläranlage umweltfreundliche thermische und elektrische Energie im Überschuss erzeugt.

Zurzeit findet die gemeinsame Erstellung der Genehmigungsunterlagen für die Monoverbrennung statt. Der Erhalt des positiven Genehmigungsbescheids wird für Anfang 2022 erwartet. Der Regelbetrieb der Anlage soll im Sommer 2024 erfolgen.

Anlagenmerkmale

  • Nachhaltige regenerative Energieerzeugung
  • Sichere, nachhaltige und umweltschonende Entsorgung von Klärschlämmen
  • Rückgewinnung des wertvollen und endlichen Rohstoffs Phosphor

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